Neben einer ausgewogenen Ernährung ist Bewegung der wohl wichtigste Grundbaustein für unser körperliches Wohlbefinden. Die regelmäßige Integration in den Alltag fällt aber oftmals nicht leicht.

Warum ist Bewegung so wichtig für uns?

Bewegungsmangel zählt weltweit zu den fünf gefährlichsten Gesundheitsrisiken. Wer sich jedoch regelmäßig körperlich betätigt beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor: Menschen mit niedriger körperlicher Aktivität haben ein 20-30% höheres Risiko im Laufe ihres Lebens Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie beispielsweise Bluthochdruck, Diabetes oder Herzinfarkte, zu entwickeln. Die Stoffwechselaktivität unseres Körpers steht im direkten Zusammenhang mit der körperlichen Aktivität. Regelmäßig ausgeführt, hilft Bewegung beispielsweise dabei, das Körpergewicht und die damit verbundenen Risikofaktoren zu reduzieren. Bereits bestehende Beschwerden können gelindert und weiteren Erkrankungen vorgebeugt werden.

Warum fällt uns regelmäßige Bewegung so schwer?

Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse verbringen die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland 5-8 Stunden pro Tag sitzend. Durch moderne Transportmittel ist auch die durchschnittliche Gehstrecke erhebliche gesunken. Der Zeitverlauf zeigt den stetigen Rückgang: Waren es 1910 noch rund 20 tägliche km und 1950 immerhin noch 10, lag der Schnitt 1995 bereits bei lediglich 1,3 km. Heute laufen wir nur noch rund 500 m am Tag.

Der Bewegungsmangel ist nicht nur auf Unlust zurückzuführen, sondern auch auf mangelnde zeitliche Kapazitäten. Beruflich und privat sind Menschen häufig stark eingespannt und können oder wollen keine Zeiträume für sportliche Aktivtäten freihalten.

Wie viel Bewegung ist genug?

Durch den Rückgang der in den Alltag integrierten Bewegung, beispielsweise weite Fußwege, muss gezielt Zeit für Aktivitäten eingeplant werden. Doch wie viel ist ausreichend? Das steht in direkte Abhängigkeit zur Intensität des Trainings. Bei moderater Belastung werden 150 Minuten Betätigung pro Woche empfohlen. Wird mit hoher Intensität trainiert verkürzt sich die Zeit auf 75 Minuten pro Woche. Zusätzlich sollte muskelaufbauendes Training an mindestens 2 Tagen pro Woche erfolgen. Der Schlüssel zum Erfolg lautet: Regelmäßigkeit. Zu empfehlen ist auch die Ausweitung der täglichen Gehstrecke auf mindestens 7.500 Schritte am Tag, das entspricht ca. 5 km.

Wie gelingt mir die Integration von ausreichender Bewegung in meinen Alltag?

  • Ziele setzen
    • Was möchtest Du mit Sport erreichen? Geht es Dir um gezielten Muskelaufbau, möchtest Du deine Kondition steigern oder Dich einfach insgesamt besser fühlen?
  • Den richtigen Sport finden
    • Damit Du am Ball bleibst, sollten Dir die Aktivitäten Spaß machen. Frage Dich daher: Drinnen oder Draußen? Alleine oder in der Gruppe? Digital oder in einem Fitnessstudio?
    • Es gibt ein großes Angebot an Möglichkeiten. Wenn Du überfordert bist, such Dir eine Sportart nach der anderen aus und mache Probetrainings!
  • Finanzen berücksichtigen
    • Sport muss nicht teuer sein! Entscheide daher, wie viel Du bereit bist, zu investieren.
    • Krankenkassen übernehmen von zertifizierten Präventionskursen, egal ob online oder vor Ort, 80-100%. Schau dafür beispielsweise bei unserer Präventionsplattform ABJETZT/DE

Fazit

Das Wichtigste ist und bleibt, dass man sich überhaupt bewegt. Dabei sollten die Aktivitäten regelmäßig und möglichst abwechslungsreich gestaltet werden, damit viele Muskelgruppen beansprucht werden. Das fällt umso leichter, wenn der Sport Spaß macht! Letzteres hilft auch dabei, das Training nicht abzubrechen und die eigenen Ziele umzusetzen. Offenheit für neue Sportarten sorgt für Abwechslung und dafür, schlussendlich die richtige Sportart für sich selbst zu finden.

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